Die beliebten Lernprogramme für zu HauseLogin Kundenbereich
Navi
Schlaudino - Freude am Lernen
Private Nutzung
Berufliche Nutzung
 
Kinder
Jugendl. &
Erwachsene
Lehrer &
Trainer
Kita/Kiga
Shop
In diesem Glossar finden Sie Begriffserklärungen und Kurzeinführungen zu einzelnen Themenbereichen (in alphabetischer Reihenfolge). Dieses Glossar wird ständig erweitert.
Shadow

ADHS: Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung

Symptome

Einfach formuliert, handelt es sich bei ADHS um eine verringerte Selbststeuerungs- und Selbstkontrollfähigkeit, die sich meist durch folgende Symptome bemerkbar macht:

  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten
  • unüberlegte und impulsive Handlungen
  • körperliche Unruhe (Hyperaktivität), auffälliger Bewegungsdrang („Zappelphilipp-Syndrom“)

Diese Störung gilt bei Kindern und Jugendlichen als die am häufigsten vorkommende Verhaltensstörung. Dr. Erik Willcutt vom Fachbereich für Psychologie und Neurowissenschaften an der Universität von Colorado beziffert in einer umfassenden Meta-Analyse im Juli 2012 den Betroffenen-Anteil bei Kindern und Jugendlichen mit 5,9% bis 7,1 % und bei Erwachsenen mit 5 %. Burschen sind etwa drei bis fünf Mal so häufig davon betroffen wie Mädchen. Eine andere Form der Aufmerksamkeitsdefizit-Störung ist jene ohne Hyperaktivität, kurz „ADS“.

Experten gehen davon aus, dass ADHS höchstwahrscheinlich schon im frühen Kindesalter beginnt, aber in den meisten Fällen erst mit dem Schuleintritt erkannt wird, wenn sich die Kinder in regulierten Strukturen einfinden müssen. Ausprägung, Symptome und Probleme variieren von Fall zu Fall, dies ist auch eine Ursache, warum ADHS manchmal überhaupt nicht oder erst sehr spät festgestellt wird.

ADHS-Diagnose

Aufgrund der Vielschichtigkeit des Krankheitsbildes wird die Diagnose erschwert. Aber auch die Differenzierung von normalen, altersgemäß typischen Verhaltensweisen mit Krankheitsmerkmalen gilt als schwierig. Für einen begründeten Verdacht sollten folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Deutliche Ausprägung der Verhaltensauffälligkeiten
  • über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr
  • in mindestens zwei Bereichen (Familie, Schule, Kindergarten,…)
  • mit ersten Indizien bereits im Vorschulalter
  • und Abweichungen von der altersgemäßen Entwicklung

Tipp: Mit unserem kostenlosen ADHS-Test können Sie online feststellen, ob es einen begründeten Verdacht gibt. Sollte sich der Verdacht tatsächlich erhärten, empfehlen wir den Besuch eines spezialisierten Kinderarztes, Kinderpsychologen oder Kinderpsychiaters.

ADHS-Ursachen

Derzeit (Stand 2014) gibt es noch keine abschließende Klärung der Ursachen der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Die Fachliteratur schreibt von einem multifaktoriell bedingtem Störungsbild mit einer genetischen Veranlagung, welche die Ausbildung der Krankheit begünstigt.

Aktuelle wissenschaftliche Erklärungsmodelle machen eine fehlerhafte Informationsverarbeitung im Gehirn dafür verantwortlich. Und zwar jene zwischen den Hirnarealen, die für die Regelung von Konzentration, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Impulskontrolle verantwortlich sind.

"Schlechte Erziehung" oder kindliche Traumata als Ursachen der Krankheit, gelten inzwischen als sehr unwahrscheinlich, aber psychosoziale Einflüsse wie ungünstige Rahmenbedingungen innerhalb der Familie oder in der Schule (z. B. Qualität des Unterrichts) sind zusätzliche Belastungen für Betroffene.

ADHS-Folgen

Von der Verhaltensstörung betroffene Kinder und auch ihre Angehörigen stehen häufig unter Druck. Probleme in der Schule sind nicht selten aber auch weitere psychische Störungen können auftreten. Da die Selbstregulation und Impulskontrolle in bestimmten Situationen versagt, treten auch vermehrt Konflikte mit Lehrern, Gleichaltrigen und Eltern auf. Verstärkt werden diese durch ungünstige Bedingungen innerhalb der Familie oder in der Schule.
Eine weitere unangenehme Folgeerscheinung ist die mangelnde Fähigkeit, auf einen angebrachten Belohnungs- und Bedürfnisaufschub einzugehen. Wenn eine längere Aufmerksamkeit erforderlich ist, fehlt beispielsweise die eigene Motivationsfähigkeit.

Bei sehr strengem, kontrollierendem oder lieblosem Erziehungsverhalten der Angehörigen erhöht sich das Risiko, dass sich die Probleme (Leistungsdefizite, aggressives Verhalten, emotionale Störungen) ausweiten. Zeitgemäße ADHS-Therapien streben aus diesem Grund neben der psychotherapeutischen und medizinischen Behandlung auch eine positive Gestaltung des kindlichen Umfelds an.

ADHS-Begleitprobleme (Komorbidität)
In vielen Fällen treten neben der Konzentrationsschwäche auch eine Lese-Rechtschreibschwäche (Dyslexie) und eine Rechenschwäche (Dyskalkulie) auf.
Die hilfreichen Eltern-Ratgeber Motivation, Konzentration und Lernstrategie finden Sie in folgenden Lernprogrammen:

Inhalte

ADHS-Therapie

Zur Ausarbeitung eines individuellen, multimodalen Therapiekonzeptes empfehlen wir den Rat von Fachexperten (spezialisierten Kinderärzten, Psychologen oder Psychiatern) einzuholen mit deren Hilfe verschiedenste Therapiemaßnahmen auszuarbeiten. Das Spektrum umfasst je nach Erscheinungsbild und Schwergrad folgende Punkte:

  • Elterntraining
  • Interventionen in der Schule oder im Kindergarten
  • Verhaltenstherapie
  • Diäten, Nahrungsergänzungsmittel

Die gute Nachricht zum Schluss:
Die typischen Verhaltensauffälligkeiten lassen sich in den meisten Fällen sehr gut behandeln, insbesondere wenn die Diagnose frühzeitig erfolgt!


Alle Einträge der Kategorie

Beinstein Verlag
Beinstein Verlag - Der Fachverlag für Lernerfolg

SCHLAUDINO war im Fernsehen (ORF III).

FAQsGlossarInfoAGBKontaktImpressum
Datenschutz/Cookies

Zahlungsmittel

© 2017 BEINSTEIN Verlag - Alle Rechte vorbehalten

von EXPERTEN entwickelt
Fernsehen SCHLAUDINO war im Fernsehen! Er wurde auf ORF III in "erLesen" vorgestellt.
erste HilfeWir unterstützen alle LERNHÄUSER des Bildungsprojekts des Österreichischen Roten Kreuzes und der Tageszeitung Kurier!
Zahlungsmittel
© 2017 BEINSTEIN Verlag - Alle Rechte vorbehalten