Hören ist ein zweistufiger Prozess. Es besteht aus dem peripheren Hören, d. h. die Verarbeitung durch das Organ Ohr, und aus der weiteren, zentralen Verarbeitung im Gehirn.
Bei Kindern mit einer Lese-Rechtschreibschwäche oder Legasthenie ist oft diese zentrale Verarbeitung beeinträchtigt.
Die klinischen Optometristen haben eine universitäre Ausbildung (Master of Science) und sind besonders für die Überprüfung der ein- und beidäugigen Sehverarbeitung qualifiziert.
Sind Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) dasselbe?
In dem Multiaxialen Klassifikationsschema für psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters nach ICD-10 der WHO, wird die Legasthenie als eine umschriebene Lese- und Rechtschreibstörung beschrieben.
Eine Erklärung der Fachausdrücke finden Sie am Ende des Artikels.
Sind Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) und Legasthenie dasselbe?
Je nach Studie, haben zwischen 12 % und 25 % der Schulanfänger Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens u/o Schreibens.
Lernerfolge sind für Schulanfänger Lebenserfolge!
Deshalb ist eine rechtzeitige Förderung im Vorschulalter so wichtig.
Die Schriftsprache ist im Vergleich zum gesprochen Wort noch sehr jung, und stellt vor allem an unsere Sehverarbeitung besondere Ansprüche.
Das Erlernen der "Buchstabensprache" stellt an die Sehverarbeitung besonders hohe Ansprüche. Deshalb kann eine Beeinträchtigung der zentralen Sehverarbeitung für ein Schulkind zu einer großen Belastung werden.
Der Begriff Teilleistungsschwäche (Teilleistungsstörung) wird im Alltag und in der Literatur in zweifacher Weise verwendet. Die Pädagogen und Psychologen bezeichnen damit die Erscheinungsformen und für die Mediziner steht dieser Begriff für eine neuropsychologische Beeinträchtigung des Zentralnervensystems, unter die auch Wahrnehmungsstörungen fallen.
Diese Konvention der Vereinten Nationen sichert als international gültiger Vertrag jedem Kind grundlegende politische, soziale, ökonomische, kulturelle und bürgerliche Rechte zu.
