Erfahrungsbericht Romana M.
Ich bin vom Beika-Institut, dem Audiva-Hörtraining und dem Schlaudino-Programm doppelt begeistert. Einmal als Mutter und zum anderen als Lehrerin.
Aufmerksam wurde ich auf diese Angebote durch die Schwierigkeiten meines Sohnes, Manuel. Als er mit 8 Jahren die 3. Schulstufe besuchte, kamen erstmals Beschwerden von seinen Volksschullehrerinnen. Er sei unkonzentriert und höre nicht zu, reagiere nicht auf Ermahnungen und fahre mit seinem Verhalten einfach fort, was von den beiden Lehrkräften als Respektlosigkeit ihnen gegenüber gewertet wurde.
Ich war sehr erstaunt, zumal es vor seinem Schulwechsel, in der 1. und 2. Klasse nie Verhaltensprobleme gegeben hatte. Seine frühere Lehrerin war stets sehr zufrieden, seine Noten ausgezeichnet.
Also vermutete ich zunächst emotionale Gründe (Stress durch Schul- und Lehrerwechsel, Ablehnung durch die Lehrkraft) und beschloss abzuwarten. Aber die Situation wurde dadurch nicht besser. Im Gegenteil: Auch zu Hause musste ich zunehmend feststellen, dass Manuel häufiger nicht reagierte, wenn ich ihm etwas zurief, dass er vergesslicher wurde, wesentlich unruhiger wirkte, leichter aggressiv wurde, verunsichert war und traurig wirkte. Auch der Schulbesuch war nur mehr eine leidige Pflichtveranstaltung für ihn.
Für mich als Pädagogin war es doppelt schlimm mein Kind so zu sehen. Da hatte ich unzählige Ausbildungen und Jahre der Praxis hinter mir und konnte mit all meinem Wissen und meinen Erfahrungen meinem eigenen Sohn nicht helfen. Zu meinen Schuldgefühlen gesellten sich auch noch Gefühle des Versagens, der Ohnmacht und Hilflosigkeit.
In meiner Ratlosigkeit suchte ich nach Hilfsangeboten von außen und fand sie Gott sei Dank auch. Meine eigene Volksschullehrerin gab mir den Tipp mit dem Beika-Institut Kontakt aufzunehmen. Sie hatte vor einigen Jahren selber eine Weiterbildung bei Hr. Beinstein besucht und erzählte mir das erste Mal von Störungen in der akustischen und visuellen Zentralverarbeitung.
(Anmerkung: Ganz schlimm find ich in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass diese überaus wichtigen Informationen über Störungen in der akustischen und visuellen Zentralverarbeitung bisher nicht in der Grundausbildung jedes Lehrers Pflichtinhalte sind. Denn wie viel Leid könnte dadurch SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern erspart werden!!!)
Ich nahm umgehend Kontakt mit Hr. Beinstein auf und wenige Tage später kam mein Sohn bereits zur Austestung zu ihm.
Obwohl Manuel mittlerweile kein Vergnügen mehr an schulischenTestsituationen hatte, machte ihm die Austestung riesigen Spaß.
Auch mein Mann und ich waren überaus begeistert vom darauf folgenden Elterngespräch mit Hr. Beinstein. Mit absoluter Treffsicherheit schilderte er uns die Zusammenhänge zwischen Manuels Problemen und seinem Verhalten. Der Grund für seine Schwierigkeiten war eine Störung in der akustischen Zentralverarbeitung. Diese war auch eine der Hauptursachen für die Legasthenie, die sich zwischenzeitlich bei meinem Sohn entwickelt hatte. Und obwohl diese mitunter auch ein Anzeichen besonderer Begabung sein kann, ist sie für Kinder in unserem derzeitigen Schulsystem immer noch eine Bürde.
Im Vorschulalter hatte ich schon erste diesbezügliche Hinweise bemerkt, in der 1.Klasse schrieb Manuel häufig Spiegelschrift. Also versuchte ich ihm mit den mir bekannten Methoden und Übungen zu helfen. Doch wie ich heute weiß, war der rein kognitive, intellektuelle Zugang für meinen Sohn nicht der zweckmäßigste.
Manuel absolvierte mehrere Wochen lang regelmäßig das Audiva-Hörtraining, ging 1x pro Woche zu Fr. Beinstein zum Legasthenie-Training und arbeitete täglich mit dem Schlaudino Programm. Innerhalb eines Semesters verbesserten sich sein Wohlgefühl und seine Leistungen wesentlich. Er war ausgeglichener, konnte mit seinen Gefühlen besser umgehen und sie besser kommunizieren. Die Anzahl der Rechtschreibfehler hatte überdeutlich abgenommen und er konnte sämtliche Rechtschreibregeln zur Fehlersuche und –behebung problemlos anwenden. Seine beiden Volksschullehrerinnen hatten keinen Grund zur Klage mehr.
Heute besucht mein Sohn die 6. Schulstufe und seine neue Deutschlehrerin hielt es für einen Scherz als er bei einer Rundfrage in der Klasse erklärte er sei Legastheniker. Denn seit seinem Schuleintritt schrieb er laut ihren Aussagen stets die besten Aufsätze der Klasse.
Da meinem Sohn das Schlaudino-Programm in seiner Volksschulzeit so sehr geholfen hat, bin ich sehr froh darüber, dass es nun auch für die älteren Kinder eine Fortsetzung davon gibt und, dass es mittlerweile so bequem mit dem PC abrufbar ist.
Ich möchte mich hiermit von ganzem Herzen bei Ihnen, Frau und Herr Beinstein bedanken – für die kompetente und überaus herzliche Unterstützung unserer Familie in einer für uns sehr schwierigen Lebenssituation. Sie haben mit Ihrer Arbeit unser Familienheil und Manuels Persönlichkeitsentwicklung mit Sicherheit nachhaltig beeinflusst. Es ist für mich eine glückliche Fügung Ihnen begegnet zu sein. Man spürt in Ihrem Tun, dass Sie aus Berufung handeln und ich wünsche als Mutter vielen Kindern mit LRS und ihren Familien, dass sie den Weg zu Ihnen finden mögen.
Und unserem Schulsystem wünsche ich als Lehrerin, dass der Wert Ihres Ansatzes ehestmöglich von der Führungsebene erkannt wird und Ihre Arbeit endlich Einzug hält in unsere Schulen, um flächendeckend allen Kindern, die es benötigen, zur Verfügung zu stehen.
Herzlichst
Romana M.
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